Die größen Müll-Mythen in Österreich

Mythos 1: „Am Ende wird sowieso alles zusammengeworfen.“
Realität:
Getrennt gesammelte Abfälle werden getrennt weiterverarbeitet. In Sortieranlagen werden Verpackungen zusätzlich maschinell (z. B. per Infrarotsensoren) getrennt.
Was stimmt: Wenn zu viele Fehlwürfe enthalten sind, kann eine Charge tatsächlich als Restmüll enden – falsches Trennen schadet also wirklich.
Mythos 2: „In die Gelbe Tonne darf nur Plastik.“
Falsch.
Seit 2025 werden österreichweit Kunststoff- UND Metallverpackungen gemeinsam gesammelt.
Aludosen, Konservendosen und Metallverschlüsse gehören also ebenfalls hinein.
Mythos 3: „Plastikrecycling bringt nichts – das wird eh verbrannt.“
Teilweise falsch.
Ja, ein Teil wird energetisch verwertet. Aber gut getrennte Verpackungen (z. B. PET-Flaschen) werden recycelt und wieder zu neuen Verpackungen verarbeitet.
Mit dem Einwegpfand seit 2025 soll die Rücklaufquote auf über 90 % steigen.
Mythos 4: „Tetrapaks gehören ins Altpapier.“
Nein.
Getränkekartons bestehen aus Papier, Kunststoff und Aluminium.
Sie gehören in die Gelbe Tonne / den Gelben Sack, wo sie speziell getrennt werden.
Mythos 5: „Verpackungen müssen ausgewaschen werden.“
Nicht notwendig.
„Löffelrein“ bzw. restentleert reicht völlig.
Spülen verbraucht oft mehr Wasser und Energie, als es fürs Recycling bringt.
Mythos 6: „Biomüll kann man auch im Restmüll entsorgen.“
Technisch möglich, aber ökologisch schlecht.
Im Restmüll wird Bioabfall verbrannt.
Getrennt gesammelt wird er zu Kompost oder Biogas verarbeitet – das spart CO₂ und ersetzt fossile Energie.
Mythos 7: „Glas nach Farben zu trennen ist unnötig.“
Doch, sehr wichtig.
Schon kleine Mengen andersfarbigen Glases können die Qualität mindern.
Weißglas ist besonders empfindlich.
Mythos 8: „Taschentücher gehören ins Altpapier.“
Nein.
Benutzte Taschentücher, Küchenrolle oder Servietten gehören in den Restmüll.
Sie sind hygienisch belastet und die Papierfasern sind zu kurz fürs Recycling.
Mythos 9: „Coffee-to-go-Becher sind Papier.“
Nicht ganz.
Sie sind meist innen mit Kunststoff beschichtet.
Daher gehören sie nicht ins Altpapier, sondern in den Restmüll (oder je nach System in die Gelbe Tonne).
Mythos 10: „Batterien im Restmüll sind kein Problem.“
Doch – großes Problem.
Batterien können Brände in Müllfahrzeugen oder Sortieranlagen auslösen.
Sie gehören zu Sammelstellen oder in den Handel zurückgebracht.
Mythos 11: „Kaputte Kleidung gehört in die Altkleidersammlung.“
Nicht immer.
Stark verschmutzte oder völlig zerrissene Kleidung gehört in den Restmüll.
Altkleidercontainer sind für tragbare oder weiterverwertbare Textilien gedacht.
Mythos 12: „Karton mit Klebeband darf nicht ins Altpapier.“
Doch.
Klebeband in normalem Ausmaß ist kein Problem. Große Plastikanteile sollten aber entfernt werden.
Mythos 13: „Kleine Metallteile sind egal.“
Nein.
Auch Kronkorken oder kleine Deckel gehören in die Gelbe Tonne – sie sind wertvolle Rohstoffe.
Mythos 14: „Müllverbrennung ist immer schlecht.“
Kommt darauf an.
Moderne Anlagen erzeugen Fernwärme und Strom.
Recycling ist besser – aber energetische Verwertung ist besser als Deponierung.
Mythos 15: „Österreich hat kein Müllproblem.“
Teilweise falsch.
Die Recyclingquote ist hoch, aber das Müllaufkommen pro Person ist ebenfalls sehr hoch.
Vermeidung bleibt die größte Herausforderung.










