In Spittal an der Drau hatten wir lange Zeit ein großes Problem mit unserem Bioabfall: Die Plastikbeutel.

Wie wir die Sache gelöst haben und wie auch Sie das Problem beseitigen können, möchte ich Ihnen hier schreiben.

Restabfall zu sammeln bzw. zu verbrennen ist teuer. Bioabfall macht bezogen auf das Gewicht etwa ein Drittel unseres Restabfalls aus. Durch konsequente Abfalltrennung kann dieser Anteil deutlich verringert und somit können Kosten eingespart werden. Der Abfallwirtschaftsverband Spittal an der Drau betreibt am Hauptstandort in Schüttbach eine Kompostanlage, in der jährlich 5.500 Tonnen Bioabfall zu Kompost verarbeitet werden. In weiteren zwei dezentralen Kompostanlagen – Gemeinde Reißeck und Marktgemeinde Rennweg am Katschberg – werden auch biogene Abfälle von Mitgliedsgemeinden verarbeitet.

Die Plastikbeutel machen dem Bioabfall das Leben schwer

Ein großes Problem bei der Sammlung der biogenen Abfälle ist nach wie vor der hohe Anteil an Plastikbeuteln. Es wird immer schwieriger, Bioabfall störstofffrei zu verarbeiten bzw. qualitativ hochwertigen Kompost herzustellen.

Im Rahmen unseres Projektes „Nock-Kompost“ wurde die BIOMAT® AirBox® und der BIOMAT® Bioabfallbeutel für die Kompostanlage Spittal eingeführt und den Bewohnerinnen und Bewohner von Miethausanlangen im Verbandsgebiet kostenlos zur Verfügung gestellt. In der Kompostanlage des Abfallwirtschaftsverbandes wird der Bioabfall mit dem geschredderten Strauchschnittmaterial vermischt. Der nächste Schritt ist die Intensivrotte, die in sechs vorhandenen Rotteboxen stattfindet. Die Verweildauer des Materials in den Boxen beträgt mindestens acht Tage, gleichzeitig erfolgt die Hygienisierung, die Abtötung von Bakterien, Keimen etc., durch Erhitzen des Materials auf circa 70 Grad Celsius. Nach der Intensivrotte ist von den BIOMAT® Bioabfallbeuteln nichts mehr übrig! Anschließend wird das Material in einer überdachten
Rottehalle und im Freien bei ständigem Umsetzen endgereift. Bei den dezentralen Kompostanlagen des Abfallwirtschaftsverbandes werden die BIOMAT® Bioabfallbeutel aus Kraftpapier verwendet, da diese leichter verrotten und für die Bürgerinnen und Bürger kaum erkennbar ist, ob es sich um einen Bioabfallbeutel oder einen konventionellen PE-Beutel handelt!

Bioabfallbeutel kostenlos zahlt sich aus!

Seit 2016 werden die BIOMAT® Bioabfallbeutel sowie die BIOMAT® Bioabfallbeutel aus Kraftpapier an alle Bürgerinnen und Bürger der Mitgliedsgemeinden des Abfallwirtschaftsverbandes Spittal an der Drau kostenlos ausgegeben. Die Bioabfallbeutel werden von der Bevölkerung gut angenommen und als Service sehr geschätzt. Die 10 Liter-Beutel, die seitens des Verbandes verwendet werden, haben eine ideale Größe, sind haltbar, reißfest, können problemlos auch ohne Vorsammelbehälter verwendet werden und die Henkel des Beutels sind sehr praktisch um einen Knoten zu machen und den Beutel dann direkt in die Biotonne zu werfen.

Mit unserem Projekt „Gemeinsam für einen sauberen Kompost“, bei dem es um die Verwendung von Bioabfallbeuteln geht, haben wir im Rahmen des Kärntner Regionalitätspreises 2016 den zweiten Platz belegt. Trotz allem muss ständig an dem Plastik-Problem beziehungsweise den Fehlwürfen weitergearbeitet werden. Vor allem bei Wohnhausanlagen ist der Fehlwurfanteil immer noch zu hoch! Die Aufklärung darüber was in der Biotonne sinnvoll gesammelt und nicht im Restmüll verschwendet werden soll, dass Bioabfall neben Strauchund Baumschnitt die wichtigste Ressource für die Kompostproduktion ist und Kompost der wertvollste Rohstoff für einen nachhaltigen Humusaufbau ist, der den Boden schützt, ist die wichtigste Botschaft an die Bevölkerung. Mehr Informationen zu Kompost und Biotonne in Spittal an der Drau bekommen Sie unter www.nock-kompost.at

www.awvspittal.at

Diesen und weitere Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe unserer Firmenzeitung InZunkunft No. 02.